Sicherheit im Datendschungel, der Westfälische Friede und die politische Ordnung Europas, die Atomkatastrophe in Japan und jüdische Friedhöfe in Deutschland - mit diesen Themen zum Beispiel beschäftigen sich die Redakteurinnen und Redakteure des Online-Journals "Lerncafé". [...] Bei der Eröffnung der Frühjahrsakademie Ende März ist das ausschließlich von Senioren betriebene "Lerncafé" von der Standortinitiative "Deutschland - Land der Ideen" als "ausgewählter Ort 2011" ausgezeichnet worden.
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Das Internet-Magazin "LernCafé" dient der Information älterer und jüngerer Menschen und bietet Seniorinnen und Senioren gleichzeitig die Möglichkeit, sich aktiv an aktuellen Diskussionen und Themen zu beteiligen, indem sie diese selbständig für das Internet aufbereiten und gestalten.
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Die Bemühungen, Seniorinnen und Senioren mit neuen Medien wie dem Internet in Kontakt zu bringen, sind in Deutschland ebenso alt wie jene in der Schweiz. In der Schweiz sind Computerias und das Seniorweb, in Deutschland u.a. das LernCafe entstanden. - Bericht über ein Senioren-Seminar in Bonn.
Bernhard Schindler Redaktion Seniorweb
1998 begannen die vom Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (ZAWIW) der Universität Ulm ins Leben gerufenen Arbeitskreise "Forschendes Lernen" sich auch mit Internet und Kommunikation unter älteren Leuten auseinander zu setzen. Zur gleichen Zeit haben Pro Senectute und der Schweizer SeniorenRat (SSR) dank Zuschüssen aus dem Migros-Kulturprozent das Seniorweb ins Leben gerufen. Seniorweb in der Schweiz durfte bis 2002 auf grosszügige finanzielle Hilfe zurückgreifen. Seither ist der Verein Seniorweb selbständig und hat die Aufgabe, sich selber zu finanzieren.
Das deutsche LernCafe hat bis Juni dieses Jahres deutsche staatliche Beihilfe, Lernimpulse und didaktisches Supervising der Universität Ulm genossen. Nun ist auch das LernCafe ohne Subventionen und muss die ersten Schritte in die Unabhängigkeit tun. Dazu wurde das LernCafe dem von der Uni Ulm gegründeten VILE-Netzwerk unterstellt, welches noch verschiedene andere virtuelle Networks zur Weiterbildung älterer Menschen betreibt. Eine Mitarbeiterin des ZAWIW der Uni Ulm, Ellen Salverius-Krökel, wird die Online-Redaktion sicher noch ein weiteres Jahr leiten und begleiten
Die Fachtagung "Senior-Online-Redaktion als neue Form des nachberuflichen Engagements älterer Erwachsener" vom 2. und 3. August 2006 in Bad Godesberg in Bonn baute auf den Ergebnissen und Perspektiven des bisherigen Modellprojektes auf und gab den anwesenden Online-Redaktoren Anregungen für das Fortbestehen ihres ehrgeizigen Projektes eines viermal jährlich im Internet erscheinenden Online-Journals mit auf den Weg. Geleitet wurde die Tagung von der Akad. Dir. Carmen Stadelhofer, Ellen Salverius-Krökel und Ralph Schneider (alle Universität Ulm)
Der Berichterstatter als einziger Vertreter des Schweizer Seniorweb betonte insbesondere die Wichtigkeit der Suche nach neuen Finanzmitteln. Auch das Seniorweb bewege sich zur Zeit auf neuen Wegen zur Akquisition von Sponsoren, Anzeigen- und Dienstleistungs-Anbietern zur soliden finanziellen Absicherung der weiteren Tätigkeiten . Bernhard Schindler riet zur regen Zusammenarbeit zwischen Seniorweb und dem LernCafe, um sich gegenseitig über Erfolg und Misserfolg einzelner Geldbeschaffungs-Aktivitäten auszutauschen. Auch regte er eine neue Zusammenkunft aller Beteiligten an, vielleicht in einem Jahr einmal in der Schweiz, um weiter gemeinsame Probleme von Seniorweb und LernCafe zu erörtern.
LernCafe ist ein mehrmals jährlich erscheinendes Internet-Journal, an welchem sich rund 45 ausgebildete Online-Redaktoren beteiligen. Es wird jeweils ein Thema ausgewählt, sorgfältig recherchiert und von verschiedenen Seiten beleuchtet. LernCafe erschien erstmals im Jahr 2000 als "erstes deutsches Online-Journal für weiterbildungsinteressierte ältere (und auch jüngere) Menschen". In jedem LernCafe wird ein Schwerpunktthema mit Lernprojekten, Materialien und Hintergrundtexten vertieft. Ein Anliegen des Journals ist es, über Projekte, Gruppen und innovative Ansätze in der allgemeinen Weiterbildung für ältere Menschen zu berichten. Dabei sollen insbesondere Formen selbstorganisierten Lernens aufgezeigt werden sowie Produktivität und gesellschaftliche Teilhabe im dritten Lebensalter zur Geltung gebracht werden.
Wer sich auf die Website des Journals begibt, findet immer die aktuelle Ausgabe. Im Archiv findet man ältere Ausgaben zum Stöbern (Schwerpunktthemen: Reisen, Medizin, Gesundheit Alt-Jung sowie interkulturelle Begegnungen, Literatur und Geschichte, der ältere Mensch als "Machtfaktor" und vieles mehr.
Im LernCafe sind viele Kontaktadressen von Institutionen genannt, so dass man schnell über e-mail mit Gesprächspartnerinnen und -partnern in Kontakt treten kann. Die Leserbrief-Seite ermöglicht die direkte Reaktion auf Themen, Artikel und Autor/innen. Hingegen verfügt das Online-Journal über kein dem Seniorweb vergleichbares Diskussionsforum, allerdings über eine Möglichkeit Lesebriefe online einzufügen. User des LernCafe müssen keine Mitgliedschaft mit Vereinsbeiträgen abschliessen, können sich aber als Abonnenten registrieren und dadurch regelmässig über neue Ausgaben im Internet informieren lassen.
Diesen Bericht finden Sie im seniorweb.ch hier:
http://www.seniorweb.ch/index.php?v=1&idns_tree=2715&v_mode=fwd&v_x_col=0&fwd_idns_tree=4183
Das Lernnetzwerk ViLE
20 bildungsinteressierte Ältere aus ganz Deutschland gründeten im Dezember 2002 den Verein "Virtuelles und reales Lern- und Kompetenz Netzwerk für ältere Erwachsene e.V. (ViLE)". Auch ich war dabei, eine bereits fortgeschrittene Seniorin um die 80 mit viel Lern-, Kommunikations- und Gestaltungsinteresse. Heute zählen wir 120 ViLE-Mitglieder.
Ziel von ViLE ist es, älteren Menschen eine Plattform zu bieten, um das Internet zur Weiterbildung und zum Erfahrungsaustausch im Rahmen der virtuellen und persönlichen Begegnung nutzen zu können. Neben der Weiterbildung und Kommunikation über das Netz ist ViLE die reale Zusammenarbeit vor Ort in regionalen und lokalen Gruppen besonders wichtig. Bundesweit werden gemeinsam Lernprojekte und Begegnungen durchgeführt, die auch das persönliche Kennenlernen und Miteinander der Teilnehmer fördern und zum Erfahrungsaustausch beitragen.
Technik nutzen
Für Lernprojekte und Kommunikation im virtuellen Raum werden vor allem E-Mail, Mailinglisten, Foren und Chat genutzt. Wiederholt werden Kurse zur Einführung in die Techniken der interaktiven Nutzung des Internets angeboten, die von vielen TeilnehmerInnen aus dem ganzen Bundesgebiet genutzt und immer wieder nachgefragt werden. Das Projektangebot ist vielfältig und auf die unterschiedlichen Interessen und Kompetenzen ausgerichtet, zum Beispiel: "E-Learning mit 50+", "Gemeinsam Lernen", "Gemeinsam Lesen" (und Diskutieren), etwa über "Die kulturellen Werte Europas" oder "Die Zukunft der Erde - Was verträgt unser Planet noch?". Näheres unter www.vile-netzwerk.de
Die von älteren Menschen heute oftmals noch befürchtete Hürde - der Umgang mit PC und Internet - wird gemeinsam schnell überwunden, denn im "ViLE-Netz" ist man nicht allein. Schon nach wenigen Seminarstunden stellte ich überrascht fest, dass sich in einem virtuellen Seminar, ähnlich wie im wirklichen Leben, eine Gemeinschaft aufbaut. Bald "kannten" wir uns, tauschten auch untereinander oder alle miteinander E-Mails aus und entdeckten auf dem Weg zum gemeinsam angesteuerten Ziel das verbindende 'Miteinander'
Regionalgruppen
ViLE-Mitglieder haben sich zunehmend in Regionalgruppen zusammen gefunden. Dies sind keine geschlossenen Gruppen, sie sind offen für alle ViLE-Mitglieder und -Interessierte. Frankfurt gehört zur "ViLE-Gruppe Mitte", die im April 2006 gegründet wurde und Mitglieder aus Frankfurt und verschiedenen hessischen Städten und Orten vereint.
Die Teilnehmer tauschen sich untereinander über die virtuelle Weiterbildung aus, führen im persönlichen Gespräch virtuelle Projekte weiter. Beim "Gemeinsam Lesen" reden wir zum Beispiel momentan über Kehlmanns "Die Vermessung der Welt". Auch Begegnungen und Reisen mit anderen ViLE-Gruppen zu gemeinsamen Aktivitäten organisiert die Regionalgruppe.
Wir treffen uns einmal im Monat "real" in Frankfurt und kommunizieren zusätzlich übers Netz. Natürlich bin ich als Bad Homburgerin mit dabei, und alle interessierten Älteren aus Frankfurt und Umgebung sind ebenfalls eingeladen, sich zu informieren und mitzumachen.
LernCafe und "SOR" (das Kind von ViLE)
ViLE war gerade erst zwei Jahre alt, als das "LernCafe", ein Online-Magazin für weiterbildungsinteressierte ältere Menschen, einen neuen Herausgeber suchte. Das LernCafe wurde vom Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Ulm entwickelt. Jetzt haben ViLE-Mitglieder die inhaltliche Gestaltung und Regie übernommen. Das notwendige Wissen haben sich die neuen Senioren-Online-Redakteure (kurz "SOR"), wir sind übrigens zwischen 50 und 80 Jahre alt, in speziellen Ausbildungsrunden angeeignet. Die Kommunikation läuft größtenteils virtuell. So können Senior-Online-RedakteurInnen aus ganz Deutschland an der Gestaltung der Zeitschrift, und zwar von der Konzeption bis zur Herausgabe, mitarbeiten. Eine neue Herausforderung und zugleich Bestätigung für ein Engagement im Alter - auch für mich.
Die Themen sind spannend und vielfältig: So hatte die letzte Ausgabe das Thema "Alter(n), eine Herausforderung", ein anderer Schwerpunkt war "Ältere Menschen als wirtschaftlicher und politischer Machtfaktor". Wer Artikel nachlesen möchte, findet das LernCafe unter www.lerncafe.de
Gottmadingen. Beim Online-Journal www.lerncafe.de haben an der neuen Ausgabe, die "Globalisierung" zum Thema hat, auch mehrere Gottmadinger mitgearbeitet.
Unter der Rubrik "Webangebote" stellt Gemeinderat Eberhard Koch den Globalen Marshallplan vor, unter dem Titel "Schmuckchäschdli" bekommt man den Zugang zum Votrag von Dr. Thomas Zimmermann über Wirtschaftliche Globalisierung.
In der Rubrik "Hintergründe" sind unter dem Titel "Blitzlichter" persönliche Momentaufnahmen aus allen Erdteilen zu sehen, darunter von Irene Ortlieb, die schon seit Jahrzehnten in Brasilien lebt.
Durch die Mithilfe von Klaus Brachat, Vorsitzender der "Brücke der Freundschaft", werden Martha Magawa, Anthony Kapapa und Albert K. Chota aus der Stadt Mpika in Zambia vorgestellt.
Ulm. Globalisierung ist das bestimmende Thema der neuen Ausgabe des LernCafe,
dem ersten deutschen Online-Magazin für weiterbildungsinteressierte ältere Erwachsene.
Erreichbar ist es unter www.lerncafe.de. Die ehrenamtlich arbeitende Senior-Online-Redaktion
hat sich für das Magazin kritisch mit dem Thema auseinander gesetzt. Ihr war es wichtig,
über die wirtschaftlichen Dimensionen hinausgehende Dimensionen des Phänomens zu
beleuchten, also globale Visionen, gesellschaftliche Aspekte und Formen von Handlungsmöglichkeiten.
Hintergrundinformationen bilden dafür einen interessanten Grundstock. In einem Interview
wird Prof. Voeller von der Universität Ulm vor dem Hintergrund der Differenz zwischen
Sozialstaatsidee und Globalisierung gefragt, ob ökonomische Ideale gebraucht werden.
Ein anderer Beitrag gibt „Blitzlichter aus aller Welt“ wieder: Menschen aller Erdteile
wurden gebeten, ihre Erfahrungen mit der Globalisierung zu beschreiben. Ein weiteres
Interview wurde mit Klaus Wiegandt, Stifter des Forums für Verantwortung geführt.
Zugleich wird im LernCafe sein Buch „"Die Zukunft der Erde. Was verträgt unser Planet noch?"
rezensiert. Viele weitere Buchbesprechungen und Materialienempfehlungen sind im Online-Magazin zu finden.
Ein Mausklick lohnt sich auch in die Lernprojekte. Dort wird ein Internetlernmodul zur
Globalisierung genauso wie eines zur Interkulturellen Kommunikation vorgestellt. Dazu
kommt ein Beitrag über das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie.
Hervorzuheben sind die zahlreichen besprochenen Webangebote, die einen weiten Bogen spannen:
Handlungsoptionen werden ebenso angeführt wie die Erklärung des so genannten Cross Border
Leasings, mittels dessen Kommunen ihr Wassernetz ver- und zurückmieten. Geschichtliches
kommt zur Erwähnung wie die nachhaltige Entwicklung oder aber das Weltsozialforum. Außerdem
bietet das LernCafe aktuelle Informationen zu Kursen und Veranstaltungen, zum Beispiel zum
Deutschen Seniorentag.
Das LernCafe wird vom Verein ViLE (Virtuelles und reales Lern- und Kompetenz-Netzwerk
älterer Erwachsener e.V.) herausgegeben: www.vile-netzwerk.de. Die Inhalte werden von
der Senior-Online-Redaktion zusammengestellt, einem Modellprojekt des ZAWiW der Uni
Ulm (www.senioren-redaktion.de).
Globalisierung erfahren - Zukunft gestalten
Ulm. LemCafe heißt das erste deutsche Online-Magazin für weiterbildungsinteressierte ältere Erwachsene.
Viermal jährlich erscheint es mit einem Schwerpunktthema unter www.lerncafe.de.
In der aktuellen Märzausgabe geht es um die Chancen und Risiken der Globalisierung.
Inhaltlich wird das LemCafe von der ehrenamtlich arbeitenden Senior-Online-Redaktion erstellt.
Sie hat nach Lernprojekten im Internet recherchiert, die die Globalisierung und ihre Auswirkungen
beleuchten. In der Rubrik Webangebote werden Möglichkeiten eigenen Handelns dagestellt,
aber auch Webseiten, die einem interessante Informationen liefern. Es gibt einige Hintergrundberichte,
darunter ein Interview Über ökonomische Ideale. Ein herausragender Beitrag sind die
„Globalisierungsblitzlichter" aus aller Welt. Buchempfehlungen, eine Materialienbörse und aktuelle
Veranstaltungshinweise runden auch dieses LemCafe wieder ab. Klicken Sie doch mal hinein.
FotowettbewerbEin Ziel des Zentrums für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (Zawiw) der Uni Ulm ist es, Ältere ans Internet heranzuführen. Ganz in diesem Sinne schreibt das Zawiw jetzt einen Fotowettbewerb aus, an dem nur Menschen über 50 teilnehmen können. Gesucht werden die schönsten digitalen Winterbilder. Weitere Informationen unter www.lerncafe.de.
Winterbilder gesuchtUlm (ch), Das Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (ZaWiW) veranstaltet einen Digitalfotowettbewerb für 50plus: "Zeigen Sie uns Ihr Bild vom Winter". Gesucht werden die schönsten Winterfotos der Generation "50plus". Gefragt sind Bilder besonderer Situationen ebenso wie aus dem Alltag. Veranstaltet wird der Wettbewerb vom LernCafe, dem Online-Magazin für Weiterbildungsinteressierte ältere Erwachsende.
Einsendeschluss für digitale Aufnahmen oder gescannte Abzüge ist der 1. März 2006. Es warten wertvolle Preise für ausgewählte Digitalfotos, in erster Linie Fotobildbände. Die Jury besteht aus Mitgliedern der Senior-Online-Redaktion, von der die Inhalte des Online-Magazins ehrenamtlich gestaltet werden. Nähere Infos sind erhältlich im LernCafe 32, dessen bestimmendes Thema dieses Mal die kalte Jahreszeit ist. Zu finden ist der Wettbewerb unter www.lerncafe.de unter der Rubrik "Aktuelles".
Info:
Adresse: ZaWiW der Uni Ulm, Oberer Eselsberg, 89059 Ulm, www.zawiw.de
Anfang Dezember sprach SWR-Redakteurin Verena Hussong mit den Mitgliedern der Senior-Online-Redaktion
Hildegrad Keller und Clemens Thelen sowie den ZAWIW-Mitarbeiter/-innen Ellen Salverius-Krökel und Ralph Schneider
über das Projekt. Dabei ging es um die Motivation, bei SOR mitzumachen, über die virtuelle Redaktionsarbeit und das
Entstehen des LernCafe.
Der Beitrag von Verena Hussong wurde am 9.12.05 auf SWR4 Schwabenradio und am 13.12.05 auf SWR2 im Journal aus
Baden-Württemberg gesendet.
Wir gehören zur "dritten Lebensphase" und wollen uns nicht zur Ruhe setzen, sondern haben was zu sagen. Wir stehen hinter der Idee des lebenslangen Lernens, daher gestalten wir die Inhalte des LernCafé, des ersten deutschen Online-Magazins für weiterbildungsinteressierte ältere Erwachsene: www.lerncafe.de. Es wird zurzeit alle drei Monate herausgegeben.
Mittlerweile sind über 30 Ausgaben mit jeweils unterschiedlichen Themenschwerpunkten erschienen.
In Ausbildungsrunden haben wir uns das notwendige Wissen für die Redaktionsarbeiten angeeignet. Die Kommunikation verläuft größtenteils virtuell. So können Leute aus ganz Deutschland an der Senior-Online-Redaktion teilhaben. Entwickelt und betreut wird die Qualifikation über ein Modellprojekt des Zentrums für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (ZAWiW) der Uni Ulm. Eine neue Runde beginnt ab Herbst. Sind Sie dabei?
Das Projekt Senior-Online-Redaktion wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
Wie der Redaktion mitgeteilt wurde, gibt es aufgrund des großen Zuspruchs eine Warteliste.
Ein Redakteur hats manchmal schwer
Das "Lerncafé" ist als Modellprojekt des Zentrums für Allgemeine
Wissenschaftliche Weiterbildung (Zawiw) der Universität Ulm entstanden und
greift die Idee des lebenslangen Lernens auf. 25 Senioren im Ruhestand,
zwischen 45 und 80 Jahre alt, nutzen ihre freie Zeit und erstellen
gemeinsam das Online-Journal, in dem sie alle drei Monate zu einem
bestimmten Schwerpunktthema Berichte schreiben, die einen allgegenwärtigen
Zusammenhang haben: lebenslanges Lernen für Senioren. In der aktuellen
Ausgabe "Alter in Marketing und Medien" wird beispielsweise zusammen
getragen, wie die Senioren im aktuellen Tagesgeschehen dargestellt werden
und was sich daraus lernen lässt. Sei es bei der Vorstellung einer
Seniorenakademie in der Schweiz oder bei einer Betrachtung über Senioren
in der Werbung.
Online-Ausbildung für Senioren
Redakteur/-innen für das Senioren-Online-Magazin LernCafe gesucht
Ausschnitt aus dem Interview:
SZ: Lassen Sie uns noch über Ihr Projekt SOR, die Senior Online-Redaktion, sprechen. Viele
Ältere beschäftigen sich erstmalig mit dem Journalismus. Wie beurteilen Sie das?
STADELHOFER: Zunächst einmal: Viele derjenigen, die beim Projekt mitgemacht haben, sind nicht
schreibunkundig gewesen. Sie haben bestimmte Vorerfahrungen mitgebracht - aus dem Beruf oder
aus dem Bereich der Seniorenarbeit, wo sie Artikel geschrieben haben. Was diese Gruppe
interessiert, sind zwei Dinge. Erstens: Wie schreibt man für das Web? Und zweitens: Wie
schreibe ich für die eigene Online-Zeitschrift "LernCafe"? Hier wählen sie selber die
Interessenschwerpunkte und beleuchten diese aus gesellschaftlicher, politischer oder
kultureller Perspektive.
SZ: Zum Beispiel?
STADELHOFER: In einer der letzten Ausgaben haben die Senior-Studierenden ihre eigene Position
innerhalb der Wirtschaft zum Thema gemacht: "Marktfaktor älterer Mensch". Wie sehen wir uns
selber? Und lassen wir uns verwirtschaften? (lacht) Oder wollen wir selber mitgestalten
Wenn Sie das gesamte Interview lesen wollen, dann klicken Sie bitte hier:
>> Beitrag in der Seniorenzeitung
In der Lerncafe-Ausgabe Nr. 30 vom Mai ist ein Beitrag über "Lebenslanges Lernen" erschienen. Er kann unter http://www.lerncafe.de/ abgerufen werden.
Am 15.07. wird die Ausgabe Nr. 31 erscheinen. Der Titel: "Alter in Marketing und Medien". Hierzu habe ich ein kleines Projekt mit Senior-Online-RedakteurInnen gestartet. Im Mittelpunkt stehen: Altersbild und Alterskompetenz, und unsere Initiativen sind in zwei Beiträgen mit "erlebten Beispielen" dargestellt. Die Themen: "Ältere Menschen setzen sich für ein realistisches Altersbild ein" und "Älteren Menschen droht die Kompetenzverfallgrenze".
Außerdem befinden sich in der nächsten Ausgabe noch eine ganze Reihe interessanter Informationen, u.a. über ein Alt-Jung-Projekt - und: Bahnangebote für Senioren" und "Seniorenkaufhaus und Supermärkte für ältere Kunden".
Keine Altersgruppe drängt stürmischer ins Internet als die Ruheständler. Sie eröffnen Geschäfte, forschen nach alten Freunden, neuen Partnern und geben Magazine heraus.
>> mehr
Interkulturelles Lernen wird in einer Zeit, in der es zunehmend zu Begegnungen zwischen verschiedenen Kulturen kommt, immer wichtiger. Deutschland muss dazu nicht mal mehr verlassen werden, auch hierzulande begegnen einem Einflüsse anderer Kulturen auf Schritt und Tritt. Das diese Woche erschienene Senioren-Online-Magazin 'LernCafe' hat sich daher dieses Themas angenommmen. Von Lernprojekten bis hin zu Materialien stellt die Senior-Online-Redaktion (SOR) eine vielfältige Mischung von Beiträgen zum Thema vor. Das Online-Magazin ist unter www.lerncafe.de zu erreichen.
Die in dieser 29. Ausgabe des LernCafe vorgestellten Lernprojekte reichen von 'ODE - Open Doors for Europe' bis hin zu persönlichen Lernerfahrungen in einem interkulturell arbeitenden Zentrum. Auch Modellprojekte, die mit älteren MigrantInnen zusammenarbeiten, werden beleuchtet. In der Rubrik Hintergründe erfahren Sie, welche Begriffe es zu unterscheiden gilt: was ist Multikulturalität, was Interkulturalität? Ein Tagungsbericht ist ebenso zu finden, wie ein Bericht über Volkstänze.
In 'CD-ROMs und Bücher' wird unter anderem ein Ratgeber vorgestellt, der die Frage beantwortet, in welchen Kulturkreisen der Blick in die Augen als höflich gilt und in welchen nicht. Auch zahlreiche Webangebote werden in diesem LernCafe vorgestellt, die zur weiteren Erkundung des Themas geeignet sind. Abgerundet wird das Online-Magazin mit Materialien, aktuellen Terminen und der Vorstellung einer Senioren-Internetgruppe.
Neuigkeiten über das LernCafe gibt es auch per E-Mail nach einem Eintrag in die 'Abo-Liste'. Ein entsprechendes Online-Formular wird im LernCafe bereit gehalten. Das Abonemment ist kostenfrei.
Im Rahmen eines Modellprojekts zur Qualifikation älterer Erwachsener hat die SOR in den letzten Wochen zur Erstellung dieses LernCafe intensiv zusammengearbeitet. Ein Redaktionsteam recherchierte, wählte aus, schrieb und redigierte. Die beteiligten Seniorinnen und Senioren
arbeiten alle ehrenamtlich. Die SOR-Ausbildung wird vom Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (ZAWiW) der Universität Ulm durchgeführt. Mehr zu diesem Projekt erfahren Sie unter www.senioren-redaktion.de, mehr zum ZAWiW und seinen weiteren Aktivitäten im Bereich der Bildung für ältere Erwachsene unter www.zawiw.de.
Seniorinnen und Senioren, die Interesse an einer Mitarbeit haben, können sich beim ZAWiW in UIm, melden.
Tel.0731-5023 195
Weitere Informationen zum SOR-Projekt gibt es im Internet unter www.senioren-redaktion.de
Die aktuelle Ausgabe des "LernCafes" ist abrufbar unter www.lerncafe.de
Weitere Adressen:
www.lerncafe.de
www.gemeinsamlernen.de
Der Artikel erschien im April 2005 ebenfalls bei "Ganz einfach Internet - 50plus-ans-netz.de":
http://www.50plus-ans-netz.de/content/view/full/6297
Online lernen ist die Methode der Zukunft. Und das nicht nur für die Jugend, die bereits in der Schule Erfahrungen mit den modernen Lernmethoden via Internet macht. Das Zentrum für Angewandte Wissenschaftliche Weiterbildung (ZAWiW) an der Universität Ulm richtet sich mit seinen Ausbildungsprogrammen und Projekten an die Zielgruppe 50+. Wir kennen bereits die Internet- und Computer-Treffpunkte für Seniorinnen und Senioren, die auf cöffentliche und private Initiative überall im Land ihre Dienste anbieten. Allein in Reutlingen gibt es seit 2002 vier davon, nämlich in der Stadtmittel, in Betzingen, im Storlach und in Orschel-Hagen. Die dort tätigen ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren erhalten Unterstützung und Weiterbildungsangebote durch das Netzwerk des ZAWiW.
Doch damit nicht genug: Die Ulmer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben Internet-Plattformen eingerichtet, die interessanten Lernstoff und die Möglich-keit zu virtuellem Austausch bieten. Das ist einmal das Magazin www.lerncafe.de und zum anderen das vielseitige Angebot von www.gemeinsamlernen.de. Die Mittel zur Finanzierung dieser Projekte entstammen Fördertöpfen des Bundes und sind wie üblich auf eine bestimmte Zeit - in der Regel zwei Jahre - begrenzt.
Damit sich diese speziell auf die Bedürfnisse von Seniorinnen und Senioren abgestimmten Projekte nicht nach der Förderzeit wieder in Wohlgefallen auflösen, hat das ZAWiW nun eine neue Aktion gestartet: "Senior-Online-RedakteurInnen" (SOR's) werden zukünftig das Internet-Magazin "LernCafe" sowohl technisch als auch redaktionell mit Lernprojekten und Artikelserien selbstständig weiterführen. Journalistisches Rüstzeug wurde den angehenden SOR's in einem Seminar im November 2003 im Haus auf der Alb (Bad Urach) in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung vermittelt. Aufgeteilt in virtuelle Arbeitsgruppen und versehen mit gemeinsam ausgewähl-ten Themen, dürfen sich die 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nun daheim an die Arbeit machen. Eine Mailingliste, der auch die zuständige ZAWiW-Mitarbeiterin als Tutorin angehört, verbindet sie untereinander und dient als "heißer Draht" bei Fragen und Problemen.
Kaffeekränzchen, ade!„Lerncafé“ heißt ein Online-Journal für Ältere Menschen, das bislang 18 mal mit über 550 Beiträgen erschienen ist. Es ist eine von mehreren Senioren-Initiativen des Zentrums für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Ulm (ZAWiW) zur Erschließung des Internets für weiterbildungsinteressierte ältere Menschen. Neben Informationen über geeignete Weiterbildungsangebote sollen Formen selbstorganisierten Lernens präsentiert sowie „Produktivität und gesellschaftliche Teilhabe im dritten Lebensalter“ aktiviert werden. Das Internet ist dabei das wesentliche Transportband aller pädagogischen Aktivitäten.
Das unter Einbeziehung der Nutzer entwickelte Webangebot macht in vorbildlicher Weise deutlich, dass sich die Integration der Neuen Medien für berufsferne Zielgruppen aus der Alltagsnutzung heraus erschließt. Das Projekt ist beispielgebend für weitere Initiativen, die nötig sind, um den Dialog zwischen beruflichen und außerberuflichen Nutzern neuer Technologien zu beflügeln, die intergenerationelle Kommunikation in dieser Frage zu forcieren und der Gefahr des digital divide entgegenzuwirken.
Senioren im "Lerncafé" - Bösenberg geehrt
Der Arbeitskreis Nördlinger Ries vom Zentrum für allgemeine wissenschaftliche Weiterbildung an der Uni Ulm (ZAWiW) macht wieder von sich reden. Er hat sich bekanntlich zum Ziel gesetzt, das Ries in neuartiger Form und unter Einsatz der modernen Kommunikationstechnologie zu erschließen. An vorderer Stelle arbeitet dabei der Donauwörther Dietrich Bösenberg mit. Dessen Engagement wurde dieses Jahr mit der Nominierung für den Bürgerpreis belohnt. Mit der Veleihung würdigte die Initiaitive "für mich, für uns, für alle", zu der sich engagierte Bundestagsabgeordnete, Städte, Gemeinden und Landkreise sowie die Sparkassen-Finanzgruppe zusammengeschlossen haben, das Engagement von Bügern im Ehrenamt. Von den insgesamt 212 Bewerbungen aus ganz Deutschland wurde von einer unabhängigen Jury Bösenberg in der Kategorie "Einzel-Engagement" in den Kreis von bundesweit 10 Projekten nominiert. Besonders gewürdigt wurde dabei das jahrelange Engagement in Sachen "Neue Medien für Senioren" im Rahmen von VHS-Kursen, der bundesweiten Aktion "Internet für Senioren" aus dem Jahre 1999 in Zusammenarbeit mit der Sparkasse und der damit verbundenen Initiative zur Gründung eines Internetcafés im BRK-Seniorenheim sowie seine Tätigkeit als ehrenamtlicher Redakteur für das erste deutsche Online-Journal für Weiterbildungs-Interessierte ältere (und jüngere) Menschen - www.lerncafe.de. Die Auszeichnung im Rahmen des Bürgerpreises 2003 erfolgte durch Bundesfamilienministerin Renate Schmidt und Sparkassenpräsident Dr. Dietrich Hoppenstedt.
Am neuesten Projekt "Senior-Online-Redakteur" (SOR), bei dem der Arbeitskreis Nördlinger Ries mitmischt, hatten 24 Seniorinnen und Senioren aus ganz Deutschland die Möglichkeit, am ersten realen Workshop zur Qualifizierung teilzunehmen. Weitere, vor allem virtuelle Schulungen werden folgen.
Seniorinnen und Senioren, die Interesse an der Ausbildung zum Online-Redakteur haben, können sich beim ZAWiW unter Telefon 0731/5023195 melden.
Journal der Senioren
In der PC-Senioren-Computeria Rielasingen stehen die Betreuer allen, besonders den Über 50-jähreigen Interessierten
mit Rat und Tat an drei Rechnern zur Seite. "Senioren machen ihre eigene Online-Zeitung" - unter diesem Motto
hatte die Universität Ulm ein Lernprojekt ausgeschreiben. Aus ganz Deutschland sidn Senioren nach Bad Urach angereist.
So auch Betreuer von den Computerias Rielasingen und Gottmadingen wie Renate Wiese, Elisabeth Bellmann und Roland Huber.
Mit noch 24 anderen Teilnehmern haben sie sich bereit erklärt, am Online-Journal "LernCafe" mitzuwirken. Informationen zu diesem Projekt gibt es im Internet unter www.senioren-redaktion.de.
Das LernCafe-Journal ist abrufbar unter www.lerncafe.de.
Die Öffnungszeiten der Computeria Rielasingen: Montag, Mittwoch und Freitag von 9.15-11.15 Uhr, Dienstag und Donnerstag
von 14.15 bis 16.15 Uhr.